Bonn (ots) – Am 3. März 2026 wurde eine 72-jährige Frau aus Bonn-Brüser Berg Ziel eines Betrugsversuchs über das Telefon. Die Täter informierten die Geschädigte im Rahmen eines sogenannten Schockanrufs darüber, dass ihre Tochter in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt sei. Um eine Untersuchungshaft abzuwenden, forderten sie eine hohe fünfstellige Kaution.
Verwirrt und erschüttert sammelte die Frau Goldmünzen im Wert von mehreren zehntausend Euro und machte sich auf den Weg zur angeblichen Wohnadresse des Unfallopfers in der Fahrenheitstraße in Bonn. Dort traf sie auf einen Mann, der sich als Vater des verunfallten Kindes ausgab. Nach der Übergabe der Goldmünzen entfernte sich der Betrüger in Richtung des Bundesverteidigungsministeriums.
Die Täterbeschreibung lautet wie folgt: männlich, etwa 30 Jahre alt, zwischen 170 und 175 cm groß, korpulent, mit dunklen Haaren und glattrasiertem Gesicht. Er hatte auffällig große, helle Augen und einen breiten Kopf. Bekleidet war er mit einem weißen T-Shirt sowie einer dunklen Stoffjacke.
Die Polizei Bonn ermahnt zur Vorsicht und rät, bei derartigen Anrufen kritisch zu sein. Es ist ratsam, die angegebene Notlage durch einen Rückruf bei der entsprechenden Person unter einer bekannten Telefonnummer zu überprüfen. Zudem sollten keine persönlichen oder finanziellen Informationen am Telefon preisgegeben werden.
Nach dem Gespräch ist es wichtig, den Hörer aufzulegen und gegebenenfalls sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 zu informieren. Betroffene Personen können sich auch an die Seniorenberatung der Bonner Polizei wenden, die Unterstützung und Informationsmaterial bietet. Für Rückfragen stehen die Dienststellen unter den angegebenen Kontaktnummern zur Verfügung.