Der Bundestag hat am 5. März 2026 erstmals einen Antrag der AfD-Fraktion mit dem Titel „Beendigung der Mitwirkung der Bundesrepublik Deutschland am Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen und Neuausrichtung der nationalen wissenschaftlichen Politikberatung zu Umwelt- und Klimathemen“ beraten. Nach einer 20-minütigen Diskussion wurde der Antrag zur weiteren Prüfung an die Ausschüsse überwiesen, wobei der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit die Federführung übernimmt.
In dem Antrag fordert die AfD die Beendigung der deutschen Mitarbeit im Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) und verlangt, dass Deutschland keine Delegationen zu Plenar- und Arbeitsgruppensitzungen des IPCC mehr entsendet. Zudem soll jegliche formale Beteiligung an Abstimmungsprozessen, einschließlich der Erstellung und Annahme der ‚Summary for Policymakers‘, eingestellt werden.
Weiterhin fordert die Fraktion, dass Deutschland alle finanziellen Beiträge und Unterstützungen an den IPCC einstellt und sich in der EU für die Beendigung der Finanzierung des Weltklimarats starkmacht. Dies schließt insbesondere die regelmäßigen Zahlungen an den IPCC Trust Fund ein.
Stattdessen wird die Einrichtung einer nationalen, transparent arbeitenden wissenschaftlichen Politikberatung vorgeschlagen, die klar zwischen empirischen Befunden, modellbasierten Prognosen, Wertungen und politischen Entscheidungsoptionen unterscheidet. Die AfD kritisiert, dass der Weltklimarat in Deutschland großen Einfluss auf politische Entscheidungen habe und dass verschiedene wissenschaftliche Meinungen nicht ausreichend berücksichtigt würden. Dies führe dazu, dass komplexe Themen einseitig dargestellt und eine bestimmte Sichtweise als unumstrittene Wissenschaft festgeschrieben werde.