Der Bundestag hat die ursprünglich für den 14. November 2025 angesetzte Debatte über einen Antrag der Linksfraktion zum Thema Kooperation zwischen Bundeswehr und Schulen abgesetzt. Die Vorlage mit dem Titel „Keine Kooperation zwischen Bundeswehr und Schulen – Einsatz von Jugendoffizieren beenden – Zivilschutz fördern“ (21/1597) sollte zur Beratung an den Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend überwiesen werden.
In dem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, den Einsatz von Jugendoffizieren an Schulen nicht länger zu genehmigen und bestehende Kooperationsvereinbarungen mit einzelnen Bundesländern zu kündigen. Stattdessen solle die Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Akteure oder Organisationen des Zivilschutzes und der Katastrophenhilfe erfolgen.
Die Linksfraktion fordert zudem, einen Gesetzentwurf vorzulegen, um das gesetzliche Mindestalter für die Anwerbung und Rekrutierung für den Dienst bei der Bundeswehr auf 18 Jahre festzulegen. Darüber hinaus soll bis zum Inkrafttreten dieser Regelung die Ausbildung von Minderjährigen im Umgang mit Waffen eingestellt werden.
Elternvertreter und Gewerkschaften äußern Bedenken gegen eine Militarisierung der Erziehung. Sie verweisen auf die Verantwortung Deutschlands für die verheerenden Folgen der beiden Weltkriege und betonen, dass die Bundesrepublik sich nach 1945 verpflichtet habe, dem Frieden zu dienen. Zudem wird diskutiert, inwieweit die Präsenz der Bundeswehr im Schulbereich die Gewissensfreiheit der Schüler beeinträchtigen könnte.