In Berlin wurde eine Vereinbarung erzielt, die nach langem Streit um die Bezeichnung von Fleischersatzprodukten zwischen dem EU-Parlament und den Mitgliedstaaten zustande kam. Die EU zieht ihren ursprünglichen, umstrittenen Plan zurück, der ein Verbot bestimmter Bezeichnungen vorschlug.
Svenja Stadler, Fachpolitikerin der SPD-Bundestagsfraktion, äußerte, dass diese Entwicklung ein positives Signal für den deutschen Markt darstellt. Deutschland gilt als der größte Markt in Europa für pflanzliche Alternativen. Stadler betonte, dass solche Produkte nicht durch restrictive Regelungen benachteiligt werden sollten.
Die wirtschaftlichen Aussichten in diesem Sektor sind erheblich, mit einer geschätzten Wertschöpfung von bis zu 65 Milliarden Euro und der Schaffung von etwa 250.000 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2045. Die zuvor geplante Verbotsregelung wurde als ungerechtfertigt und als bevormundend für Verbraucher betrachtet, die in der Lage seien, zwischen tierischen und pflanzlichen Produkten zu differenzieren.
Der neue Kompromiss sieht vor, dass nur Bezeichnungen, die eindeutig tierischen Produkten zugeordnet werden, nicht mehr verwendet werden dürfen. Begriffe wie Veggie-Burger oder Tofu-Wurst sind weiterhin zulässig, während die Bezeichnung ‚vegane Gänsekeule‘ künftig nicht mehr verwendet werden darf.