Debatte zur Unterstützung des muslimischen Lebens in Deutschland abgesetzt

Blaulicht Rheinland

Ein ursprünglich für den 6. März 2026 geplanter Tagesordnungspunkt zur Förderung des muslimischen Lebens in Deutschland wurde abgesetzt. Der Antrag mit dem Titel „Vielfältiges muslimisches Leben in Deutschland fördern“ wurde von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eingebracht.

In dem Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, eine unabhängige Kommission einzusetzen, die einen nationalen Aktionsplan für die Zusammenarbeit mit muslimischen Gemeinden erarbeiten soll. Zudem sollen alternative institutionelle Modelle, wie beispielsweise Stiftungen, untersucht werden. Ein weiterer Vorschlag beinhaltet die Modernisierung und angemessene finanzielle Ausstattung der Deutschen Islamkonferenz (DIK).

Die Fraktion regt außerdem an, eine aktualisierte Studie zu „Muslimischem Leben in Deutschland“ durchzuführen und die wissenschaftliche Forschung zu Themen wie Islamfeindlichkeit zu fördern. Die Einbindung weiterer Akteure, insbesondere von progressiven muslimischen Gemeinden sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen, wird ebenfalls gefordert.

Zusätzlich beabsichtigt der Antrag, muslimische Frauenverbände in der Zivilgesellschaft besser zu unterstützen, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Ein weiterer Aspekt des Antrages umfasst den Abbau von Hürden im öffentlichen Dienst, darunter auch das Kopftuchverbot, um muslimisches Leben sichtbar zu machen.

Im Bereich der Bundeswehr wird eine strukturelle Verankerung der muslimischen Militärseelsorge gefordert, wobei ein bestehendes Pilotprojekt in eine dauerhafte Struktur überführt werden soll. Ebenso soll die finanzielle Förderung für muslimische zivilgesellschaftliche Organisationen auf Bundesebene sichergestellt werden.


Quelle: bundestag.de

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