Bundestag stimmt über Petitionen ab

Blaulicht Rheinland

Am Donnerstag, dem 19. März 2026, wird der Bundestag ohne vorherige Aussprache über mehrere Vorlagen abstimmen. Zu den Entscheidungen gehören 14 Beschlussempfehlungen des Petitionsausschusses zu eingegangenen Petitionen, die zuvor beraten wurden.

Eine besonders relevante Petition befasst sich mit der dringenden Forderung nach einem Aktionsplan zur Vorbeugung und Behandlung von Delir. Laut der Petition handelt es sich bei Delir um eine plötzliche Störung des Gehirns, die zu Problemen in der Aufmerksamkeit und der Wahrnehmung der Umgebung führt. Diese Erkrankung betrifft insbesondere ältere Menschen, operierte Patienten, Kleinkinder und Intensivpatienten und wird häufig übersehen, da sie nicht ausreichend Beachtung findet.

Der Petitionsausschuss hat in seiner Sitzung am 4. März 2026 eine Beschlussempfehlung verabschiedet, die vorsieht, die Petition mit dem Hinweis „zur Erwägung“ an das Bundesministerium für Gesundheit zu überweisen. Dies bedeutet, dass die Bundesregierung aufgefordert wird, das Anliegen zu überprüfen und potenzielle Maßnahmen zu prüfen.

Das Bundesgesundheitsministerium und der Petitionsausschuss stimmen der Einschätzung des Petenten zu, dass Delir ein ernsthaftes und in den meisten Fällen vermeidbares Krankheitsbild darstellt. Der Petitionsausschuss sieht die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens, um die Situation umfassend zu verbessern. Besonders vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung wird Handlungsbedarf in Krankenhäusern sowie Pflegeeinrichtungen und der ambulanten Versorgung betont.


Quelle: bundestag.de

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