Düsseldorf: Zollfahndung führt zu großem Schlag gegen Betäubungsmittelkriminalität

Blaulicht Rheinland

In Düsseldorf wurde am 6. Januar 2026 ein erfolgreicher Einsatz gegen die organisierte Betäubungsmittelkriminalität durchgeführt. In einem Ermittlungsverfahren, das von der Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) initiiert wurde, konnte das Zollfahndungsamt Essen in Zusammenarbeit mit dem Hauptzollamt Frankfurt am Main und rund 100 Einsatzkräften drei Objekte in Langenfeld und Solingen durchsuchen.

Ursprünglich war die Ermittlungsaktion infolge einer Mitteilung der US-amerikanischen Behörden ins Rollen gekommen. Diese berichteten von der Entdeckung von etwa 1,2 Tonnen Marihuana, versteckt in einem Frachtcontainer aus Kanada. Dieser Container war an eine Adresse in Langenfeld geliefert worden.

Die Beamten beobachteten am Tag des Einsatzes die Anlieferung des Containers und nahmen vier Verdächtige vorläufig fest. Bei den anschließenden Durchsuchungen in Langenfeld und Solingen wurden insgesamt 1,5 Tonnen Marihuana, 10 Kilogramm Marihuana, 29 Kilogramm Haschisch sowie zwei Schusswaffen sichergestellt.

Gegen den 38-jährigen Hauptverdächtigen aus Solingen wurde am 7. Januar 2026 ein Haftbefehl erlassen. Drei niederländische Beschuldigte wurden nach Überprüfung ihrer Identität wieder freigelassen. In den folgenden Tagen konnten weitere Verdächtige und Betäubungsmittel identifiziert werden, darunter eine Lieferung von 115 Kilogramm Marihuana, die im März aufgefunden wurde.

Der Gesamtwert der sichergestellten Drogen wird auf über 15 Millionen Euro geschätzt. Die Ermittlungen sowie die Auswertung der gesammelten Beweismittel dauern an.


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