Die Automobilindustrie spielt eine bedeutende Rolle für die Wertschöpfung in Deutschland. Am Freitag, den 27. März 2026, wird der Bundestag über die Anträge der Fraktion Die Linke und von Bündnis 90/Die Grünen zur Zukunft der Branche beraten.
Der Antrag von Die Linke trägt den Titel „Jetzt handeln – Die Zukunft der Automobilindustrie sozial und ökologisch gestalten“. Die Grünen fordern in ihrem Antrag mit der Nummer 21/4952 eine E-Auto-Förderung, die sowohl Klimaschutz als auch soziale Gerechtigkeit berücksichtigt. Sie verlangen, dass staatliche Fördergelder ausschließlich für emissionsfreie Fahrzeuge, insbesondere batterieelektrische und Brennstoffzellenfahrzeuge, bereitgestellt werden. Plug-In-Hybride und Fahrzeuge mit fossilen Antriebskomponenten sollen von der Förderung ausgeschlossen werden.
Laut dem Antrag der Grünen sollen Fördermittel aus dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) nur dort eingesetzt werden, wo sie direkt der Emissionsminderung dienen. Die Förderung soll einkommensabhängig gestaltet werden und sich gezielt an Haushalte mit geringen und mittleren Einkommen wenden. Die Abgeordneten schlagen vor, die Förderfähigkeit für Haushalte ohne Kinder bis zu einem Jahreseinkommen von 45.000 Euro und für Haushalte mit Kindern bis zu 70.000 Euro festzulegen.
Für geförderte Fahrzeuge sehen die Grünen eine Preisobergrenze von 45.000 Euro für Haushalte mit Kindern sowie 35.000 Euro für Haushalte ohne Kinder vor. Des Weiteren soll ein Konzept zur Förderung von Gebrauchtwagen im Bereich emissionsfreier Fahrzeuge erarbeitet werden. Zusätzliche Anreize für Fahrzeuge, die Strom ins Netz einspeisen können, sollen ebenfalls in Betracht gezogen werden.