Bundesregierung präsentiert Rechenzentrumsstrategie für Deutschland

Blaulicht Rheinland

Die Bundesregierung hat eine neue Rechenzentrumsstrategie für Deutschland vorgestellt. Diese Strategie wird am Freitag, den 17. April 2026, im Parlament erörtert. Nach einer halbstündigen Diskussion soll die Unterrichtung (21/4910) an den zuständigen Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung zur weiteren Bearbeitung übermittelt werden.

Laut Regierungsangaben sind eine umfassende Digitalisierung und ausreichende Rechenzentrumskapazitäten entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft sowie für eine moderne öffentliche Verwaltung. Die Strategie soll dazu beitragen, Deutschland zu einem führenden Standort für Rechenzentrumskapazitäten zu machen. Bis zum Jahr 2030 sollen die bestehenden Kapazitäten mindestens verdoppelt werden, insbesondere die Kapazitäten für High-Performance-Computing (HPC) und Künstliche Intelligenz (KI) werden angestrebt zu vervierfachen.

Die Bundesregierung betont, dass diese Strategie auch die Hightech Agenda Deutschland unterstützt, indem sie Innovationen fördert und die Wettbewerbsfähigkeit stärkt. Sie soll die Verfügbarkeit von KI-Ressourcen verbessern und trägt zur technologischen Führerschaft in sechs Schlüsseltechnologien bei. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Lösungen entlang des gesamten Technologie-Stacks in Deutschland und Europa vorangetrieben.

In der Unterrichtung werden auch die Stärken und Schwächen des Rechenzentrumsstandorts Deutschland analysiert. Positiv hervorgehoben wird die hohe Versorgungssicherheit und gute Energieinfrastruktur des Landes. Allerdings wird festgestellt, dass die Anschlusskapazitäten im Stromnetz, insbesondere in stark frequentierten Regionen, limitiert sind. Lange Anschlusszeiten und eine unzureichende Abstimmung zwischen Energie- und Standortplanung erschweren den Ausbau von Rechenzentren.

Die Regierung fordert deshalb ein leistungsfähiges und flexibles Energiesystem, um die Versorgung der Rechenzentren zuverlässig und nachhaltig zu gewährleisten. Der Leistungsbedarf der Rechenzentren sollte bereits frühzeitig in die Planung der Netzinfrastruktur einfließen. Aspekte wie Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien, Abwärmenutzung und wassersparende Kühlsysteme sind für die Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit von zentraler Bedeutung.


Quelle: bundestag.de
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