Köln – Die Polizei Köln und die Staatsanwaltschaft informierten über die Festnahme eines 60-jährigen Mannes, der der Tötung eines 43-jährigen Mannes aus Italien im Januar 2010 verdächtigt wird. Dieser wurde am Samstagabend, dem 28. März, von Bundespolizisten in einer Grenzkontrolle bei Ruhstorf an der A3 festgenommen.
Im Jahr 2010 wurde die Leiche des Opfers an einer Leitplanke an der A59 bei Leverkusen-Rheindorf gefunden. Eine spätere Obduktion zeigte, dass der Italiener durch mehrere Schläge gegen den Kopf zu Tode kam. Der Fall blieb zunächst ohne nennenswerte Fortschritte in den Ermittlungen.
Die Ermittlungen wurden im Jahr 2022 durch moderne kriminaltechnische Methoden neu aufgegriffen, was zu neuen Ansätzen im Fall führte. Der jetzt Festgenommene wurde dabei ins Visier der Ermittler genommen. Zuvor war im August 2024 ein anderer Tatverdächtiger in den Niederlanden festgenommen worden, jedoch später wieder entlassen, da die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft nicht gegeben waren. Ein weiterer tatverdächtiger Mann, nach dem international gefahndet wurde, war in der Zwischenzeit verstorben.
Die Festnahme des 60-Jährigen erfolgte, als er aus Österreich einreiste. Bei der Überprüfung seiner Personalien erkannten die Beamten den auf ihn ausgestellten Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Köln.
Die Polizei führt die Ermittlungen zu den Hintergründen des Falles und dem genauen Tatort weiter.