Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Köln hat die Kriminalpolizei Düsseldorf am Mittwochmorgen mehrere Durchsuchungen im Großraum Düsseldorf durchgeführt. Dabei wurde ein 42-jähriger bulgarischer Staatsbürger an seiner Wohnadresse in Düsseldorf festgenommen.
Der Festgenommene steht im Verdacht, seit 2020 ein Netzwerk aus sogenannten "Scheinfirmen" etabliert zu haben, unterstützt von weiteren mutmaßlichen Komplizen. Die Gruppenmitglieder sollen Scheinrechnungen erstellt haben, um damit Schwarzgeld zu generieren. Zusätzlich werden ihnen betrügerische Bestellungen von Leasingfahrzeugen, Baumaterialien, Metallen, Baumaschinen und Elektronikartikeln vorgeworfen.
Die erlangten Waren sollen sowohl im Inland verkauft als auch ins Ausland gebracht worden sein. Der bisher bezifferte Schaden durch die bundesweit begangenen Taten beläuft sich auf etwa 2,5 Millionen Euro. Zudem wird der öffentliche Hand ein mutmaßlicher Schaden von circa 2,8 Millionen Euro zugeschrieben.
Die aktuellen Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit umfangreichen Ermittlungen, die seit 2023 in einer gemeinsamen Gruppe von der Staatsanwaltschaft Köln sowie der Kriminalpolizei Köln und dem Hauptzollamt Köln – Finanzkontrolle Schwarzarbeit geführt werden. Die Ermittlungen richten sich gegen insgesamt 25 Personen und dauern an.
Parallel zu den in Nordrhein-Westfalen durchgeführten Aktionen wurden auch in Bulgarien Durchsuchungen durch örtliche Behörden vollstreckt, um weitere Verdächtige zu ermitteln.