Köln. Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Köln-Porz in der Nacht zum Sonntag, dem 29. März, hat die Polizei am folgenden Tag einen 49-jährigen Mann festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, das Feuer in seiner gemieteten Erdgeschosswohnung gelegt zu haben. Diese Wohnung musste er bis zum 31. März 2026 räumen.
Bei der Untersuchung der Wohnung in der Straße „An Sankt Marien“ entdeckten die Ermittler Brandbeschleuniger und mutmaßlich selbstgebaute Lunten. Da zur Zeit des Brandes die Vermieterin mit ihrem Lebensgefährten in der Wohnung darüber schlief, wurde die Tat von der Staatsanwaltschaft als versuchter Mord eingestuft. Das Paar, das wegen Mietrückständen mit dem 49-Jährigen in Streit lebte, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, sodass es zu keinen Verletzungen kam.
Am Montagabend, dem 30. März, wurde der Fahrer eines Opel Corsa im Stadtteil Riehl von einer Streifenwagenbesatzung gestoppt, da er auffällig schnell unterwegs war. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um den mutmaßlichen Brandstifter handelte. Aufgrund der Fluchtgefahr wurde er vorläufig festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln erließ ein Richter am Dienstag, dem 31. März, einen Untersuchungshaftbefehl wegen versuchten Mordes. Der 49-Jährige befindet sich seitdem in Haft. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Vorfalls dauern an.