20-Jähriger zündet Pyrotechnik im ICE auf der Strecke von Aachen nach Frankfurt/Main

Blaulicht Rheinland

Am Donnerstag, den 2. April, kam es in einem ICE auf dem Weg von Aachen nach Frankfurt/Main zu einem Vorfall, bei dem ein 20-jähriger Mann pyrotechnische Gegenstände zündete. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:00 Uhr und führte zu mindestens 12 leicht verletzten Mitreisenden.

Eine Person erlitt dabei möglicherweise ein Knalltrauma und musste zur Behandlung in ein Bonner Krankenhaus gebracht werden, konnte jedoch nach kurzer Zeit wieder entlassen werden. Der mutmaßliche Täter, ein deutscher Staatsbürger aus Aachen, wurde in der Zugtoilette von anderen Fahrgästen festgehalten.

Beamte der Bundespolizei nahmen den 20-Jährigen am Bahnhof Siegburg/Bonn fest. Der Zug, der zum Zeitpunkt des Vorfalls etwa 180 Fahrgäste beförderte, wurde umgehend geräumt, und ein Teil des Bahnhofgeländes wurde vorsorglich gesperrt.

Die Passagiere erhielten Unterstützung von der Siegburger Feuerwehr, die sie in einer nahegelegenen Turnhalle versorgte. Notfallseelsorger waren ebenfalls vor Ort. Das Notfallmanagement der Deutschen Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein, um die Fahrgäste weiter zu befördern.

Beamte der Bundespolizei untersuchten den ICE, fanden jedoch keine weiteren gefährlichen Gegenstände. Der Zug und das betroffene Gleis wurden um 00:45 Uhr wieder freigegeben, nachdem die Spurensicherung der Polizei die Ermittlungen am mutmaßlichen Tatort abgeschlossen hatte.

Der 20-Jährige bleibt im polizeilichen Gewahrsam. Die Ermittlungen zur Motivation und den Hintergründen seines Handelns sind derzeit im Gange. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper.

Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie von Verstößen gegen das Sprengstoff- und Waffengesetz aufgenommen.


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