Wuppertal – In den frühen Morgenstunden kam es in Elberfeld zu einem Vorfall mit Kohlenmonoxid, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Die Feuerwehr erhielt um kurz nach 4 Uhr einen Notruf von Bewohnern einer Wohnung in der Deweerthstraße, die über Schwindelgefühle klagten.
Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf die beiden Betroffenen, die Unterbewusstsein waren. Eine dritte Person in der Wohnung war wohlauf. Messungen ergaben deutlich erhöhte Kohlenmonoxidwerte in den Betroffenen Räumen, woraufhin die Feuerwehr nach der Quelle des Austritts suchte. Sie identifizierten schließlich eine defekte Gastherme im Badezimmer der Wohnung der Verletzten als Ursache.
Ein Notarzt behandelte die beiden Personen, und eine Blutgasanalyse zeigte hohe COHb-Werte an, was einen Transport nach Düsseldorf in eine Druckkammer erforderlich machte. Die dritte Person konnte in der Wohnung bleiben.
Die Feuerwehr stellte die defekte Therme außer Betrieb, während die Wuppertaler Stadtwerke die Gasversorgung des Wohnhauses abschalteten. Zum Zeitpunkt des Vorfalls war nur eine Wohnung im Gebäude bewohnt.
Kohlenmonoxid ist ein geruchloses Gas, und ein Austritt kann oft erst bemerkt werden, wenn Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrasen auftreten. In extremen Fällen kann es zu Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Die Feuerwehr empfiehlt, bei Verdacht auf Kohlenmonoxid-Austritt sofort mögliche Quellen abzustellen und die Wohnung zu lüften.