Bonn, 01.05.2026 – Das EU-Waldbrandmodul, angefordert zur Bekämpfung von Wald- und Flächenbränden, hat am heutigen Tag den Flughafen Eindhoven erreicht. Nach der Ankunft um 10:00 Uhr ging die erste Einsatzgruppe direkt in den Einsatz. Um 15:30 Uhr fand der erste Personalwechsel statt, gefolgt vom Aufbau des Camps, das bis zum Sonnenuntergang aktiv bleiben wird.
Die deutschen Einsatzkräfte konzentrierten sich am ersten Arbeitstag auf die Gemeinde Weert in der Provinz Limburg, wo seit Donnerstagnachmittag eine Naturfläche von etwa 50 Hektar betroffen ist. Dieses Gelände wird militärisch für Fahrerausbildung genutzt und besteht größtenteils aus sandigem, trockenem Boden, der leicht brennbar ist. Die Wetterbedingungen, insbesondere Böen und steigende Temperaturen, begünstigen die Ausbreitung brennbaren Materials, was das bestehende Risiko erhöht.
Die Maßnahmen der Einsatzkräfte umfassen das Aufspüren aktiver Brandstellen sowie gezielte Nachlöscharbeiten. Hierbei kommen sowohl geländegängige Tanklöschfahrzeuge im Pump&Roll-Verfahren als auch Handwerkzeuge und Löschrucksäcke zum Einsatz. Besonderes Augenmerk gilt den Randbereichen und Begrenzungslinien der Brandflächen.
Das Modul unterstützt die lokalen Einsatzkräfte sowie ein weiteres französisches Modul. Während Team A im Einsatzfeld war, richtete sich Team B im Camp ein. Dies geschieht in einem Gebäude auf einem Kasernengelände mit bereits vorhandener Infrastruktur, was den Aufbau eines kompletten Feldlagers erspart.
Die Einsatzdauer in den Niederlanden ist momentan unklar und richtet sich sowohl nach dem Erfolg der Löschmaßnahmen als auch möglichen Änderungen der Wetterlage oder der Situation vor Ort. Am Freitagmorgen um 07:00 Uhr starteten die deutschen Einsatzkräfte mit 53 Kräften, 18 Fahrzeugen und drei Anhängern aus Bonn. Im Vergleich zu früheren Einsätzen in anderen Ländern ist die kurze Wegstrecke ins Nachbarland ein Vorteil.