Essen-Ostviertel, Severinstraße, 04.05.2026, 11:20 Uhr. Am Montagvormittag wurde die Feuerwehr Essen um 11:20 Uhr zu einem Einsatz in die Severinstraße im Stadtteil Ostviertel alarmiert. In der Poststelle eines Krankenversicherungsunternehmens hatte eine 57-jährige Mitarbeiterin über Atemwegs- und Augenreizungen geklagt, nachdem sie einen Brief geöffnet hatte. Der betroffene Brief war in einem Großraumbüro mit rund 30 Mitarbeitenden geöffnet worden.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war der Brief bereits aus dem Großraumbüro entfernt und in einem separaten Raum gesichert worden. Ein Trupp unter einem speziellen Chemikalienschutzanzug mit umluftunabhängigem Atemschutz ging zur weiteren Erkundung in das Gebäude vor. Parallel dazu wurden die Mitarbeitenden des Großraumbüros durch Einsatzkräfte in Schutzkleidung betreut und medizinisch gesichtet.
Im weiteren Verlauf des Einsatzes konnten mit den Messgeräten der Feuerwehr keine gefährlichen Stoffe nachgewiesen werden. Die Beschwerden der betroffenen Person ließen im Laufe des Einsatzes nach, sodass kein Transport ins Krankenhaus erforderlich war. Insgesamt wurden 28 Personen durch den Rettungsdienst untersucht.
Der betroffene Brief wurde sichergestellt und zur weiteren Untersuchung an das Landeskriminalamt übergeben. Die Feuerwehr Essen war mit einem Löschzug der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Essen-Kray, mehreren Spezialfahrzeugen sowie einem ABC-Fachberater und der Analytischen Task Force vor Ort. Die Maßnahmen wurden zudem durch das Gesundheitsamt Essen unterstützt.
Für die Dauer des etwa zweieinhalbstündigen Einsatzes wurden die umliegenden Straßen, darunter die Engelbertstraße und Immestraße, zeitweise gesperrt, um die zahlreichen Einsatzfahrzeuge bereitzustellen.