Kontrollen von Zweiradfahrern in Neuss ergeben mehrere Verstöße

Blaulicht Rheinland

Neuss – Im Rhein-Kreis Neuss nimmt die Anzahl der im Straßenverkehr aktiven Zweiradfahrer wie Fahrräder, Motorräder, Roller und vor allem E-Scooter stetig zu. Dies hat zur Folge, dass auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Zweiradfahrern ansteigt. Im Jahr 2025 wurden im Rhein-Kreis Neuss 790 Zweiradfahrer bei Unfällen verletzt. Aufgrund der fehlenden Knautschzonen sind diese Verkehrsteilnehmer besonders gefährdet.

Am Samstag, dem 20. Juni 2026, plant die Polizei einen Präventionstag zur Verkehrssicherheit auf dem Freithof in Neuss. Unter anderem wird über die Gefahren des „Toten Winkels“ informiert, und ein Pedelecsimulator wird angeboten.

Zusätzlich zur Präventionsarbeit führte die Polizei am Montagmorgen, dem 1. Juni, im Umfeld mehrerer Schulen an der Weberstraße Geschwindigkeitskontrollen durch und überprüfte die Sicherheit von Zweirädern. Dabei wurden mehr als 20 Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstöße registriert.

Ein 40-jähriger Motorradfahrer aus Neuss erregte während dieser Kontrollen besonders die Aufmerksamkeit der Beamten. Er ignorierte das Rotlicht einer Ampel und versuchte, durch das Rechtsvorbeifahren an wartenden Fahrzeugen zu fliehen. Auf der Flucht verlor er die Kontrolle über sein Motorrad, stürzte und versuchte, zu Fuß zu entkommen, was jedoch misslang. Die Beamten konnten ihn schnell einholen.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass das Motorrad zuvor in Düsseldorf gestohlen worden war, es war nicht zugelassen und wies keinen gültigen Versicherungsschutz auf. Zudem besaß der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis. Es bestand zudem der Verdacht, dass er Betäubungsmittel und Alkohol konsumiert hatte, weshalb ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Eine Entlassung nach den polizeilichen Maßnahmen war nicht möglich, da gegen ihn zwei offene Haftbefehle vorlagen. Er wurde deshalb in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.


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