Am Fronleichnamstag wurde die Feuerwehr Wetter (Ruhr) um 10:16 Uhr zu einem Brand in einer Produktionshalle in der Straße „Ochsenkamp“ alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte war die Halle bereits in Vollbrand, und es gab die Gefahr, dass das Feuer auf eine angrenzende Halle übergreifen könnte.
Mehrere Trupps unter Atemschutz begannen sofort mit der Brandbekämpfung und richteten eine Riegelstellung ein. Zur Brandbekämpfung kamen zudem zwei Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner über die Warn-App NINA informiert, und die angrenzende Autobahn musste vorübergehend gesperrt werden.
Vier Mitarbeiter, die sich zur Zeit des Brandes in der Halle befanden, konnten diese eigenständig verlassen und blieben unverletzt. Zwei Feuerwehrangehörige erlitten während des Einsatzes leichte Hautreizungen und wurden ambulant behandelt, konnten jedoch das Krankenhaus schnell wieder verlassen.
Durch die Unterstützung zahlreicher Feuerwehren aus Umgebung konnte der Brand zügig unter Kontrolle gebracht werden. Ein Abrollbehälter mit Sonderlöschmittel wurde zur Einsatzstelle gebracht. Im Verlauf der Löscharbeiten wurde festgestellt, dass Chemikalien in der Halle gelagert waren, was zur Änderung des Einsatzstichworts auf „ABC-Einsatz“ führte. Die Einsatzkräfte mussten dekontaminiert werden, was durch mehrere Einheiten aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis durchgeführt wurde.
Das Technische Hilfswerk brachte Materialien wie Sandsäcke zur Einsatzstelle und bewertete gemeinsam mit einem Baufachberater die Sicherheit des Gebäudes. Eine im Einsatz installierte Überwachungseinrichtung verhinderte mögliche Einsturzgefahr.
Nach etwa zwei Stunden konnte die Warnung für die Bevölkerung aufgehoben werden. Messungen in dem betroffenen Gebiet ergaben keine auffälligen Werte. Die letzten Einsatzkräfte verließen die Stelle gegen 22:30 Uhr, ein abschließender Kontrollgang fand gegen Mitternacht statt. Der Bereich um das Gebäude wurde von den Behörden abgesperrt, und die Ermittlung der Brandursache wird von der Polizei übernommen.
Die Feuerwehr Wetter (Ruhr) dankte den Verantwortlichen des betroffenen Unternehmens für die Zusammenarbeit sowie den Anwohnern, die die Einsatzkräfte unterstützt haben. Die Hilfsorganisationen Johanniter Unfallhilfe und Deutsches Rotes Kreuz gewährten den Einsatzkräften die nötige Verpflegung.
Der Bürgermeister von Wetter (Ruhr), Hans-Günter Draht, machte sich vor Ort ein Bild der Lage und sprach seinen Dank für den Einsatz der Feuerwehr aus.