LKW-Unfall auf der A57 in Sonsbeck mit brennbarer Flüssigkeit

Blaulicht Rheinland

Am Montagmorgen, den 8. Juni 2026, ereignete sich auf der A57 in Fahrtrichtung Krefeld ein Unfall zwischen zwei LKW. Ein Auflieger, der mit Gefahrguttafeln gekennzeichnet war, wies Beschädigungen auf und es trat eine brennbare Flüssigkeit aus. Die beiden Fahrer blieben bei dem Vorfall unverletzt.

Die Feuerwehr aus Sonsbeck sowie der Rettungsdienst wurden mit dem Einsatzauftrag eines LKW-Unfalls alarmiert. Aufgrund anfänglicher sprachlicher Schwierigkeiten konnten die exakten Details und die Unfallstelle zunächst nicht präzise ermittelt werden. Die Einsatzkräfte fanden schließlich die Unfallstelle zwischen den Anschlussstellen Uedem und Sonsbeck.

Nachdem die Einsatzkräfte eingetroffen waren, wurde der Vorfall als CBRN-Einsatz klassifiziert, was auf chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren hinweist. Die Feuerwehr Kevelaer, zuständig für diesen Abschnitt, wurde zur Unterstützung hinzugezogen. Die Feuerwehr stellte sicher, dass ein Gefahrenbereich um den verunfallten LKW eingerichtet und die Autobahn in Fahrtrichtung Krefeld vollständig gesperrt wurde, um die Sicherheit der Einsatzkräfte und Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten.

Im Verlauf der Maßnahmen wurde festgestellt, dass der Auflieger mehrere hundert Kleingebinde verschiedener Stoffe der Kategorie „Farben und Farbzubehörstoffe“ transportierte. Diese Dämpfe bergen ein leicht entzündliches Risiko und können explosionsfähige Atmosphären erzeugen. Zwei Atemschutztrupps der Feuerwehren Sonsbeck und Kevelaer gingen gemeinsam zum Auflieger vor, um die Situation weiter zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass lediglich ein Gebinde beschädigt war.

Die Feuerwehr Kevelaer übernahm die Maßnahmen zur weiteren Gefahrenabwehr. Die Einsatzkräfte aus Sonsbeck konnten gegen 9 Uhr einrücken und die linke Fahrspur wurde freigegeben, sodass der wartende Verkehr weiterfahren konnte. Insgesamt waren bis zu 31 Feuerwehrangehörige rund drei Stunden im Einsatz. Zusätzlich waren die Feuerwehr Kevelaer, das Kreisfeuerwehrgerätehaus des Kreises Kleve, der stellvertretende Kreisbrandmeister des Kreises Kleve, der Rettungsdienst der Rettungswache Xanten, die Autobahnpolizei sowie die Autobahn GmbH des Bundes an der Einsatzstelle tätig.


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