Grevenbroich – Am Samstag, den 13. Juni 2026, wurde die Feuerwehr Grevenbroich um 13:25 Uhr zur Deutsch-Ritter-Allee im Stadtteil Elsen alarmiert. Der Einsatz begann zunächst mit dem Hinweis auf einen Zimmerbrand, doch bereits während der Anfahrt gingen zahlreiche Notrufe ein, die von einem Brand eines Wohngebäudes berichteten. Zudem äußerten einige Anrufer die Sorge, dass sich möglicherweise noch Personen im Gebäude befanden.
Bei Eintreffen der Einsatzkräfte hatten eine Mutter und ihr Kind das Wohnhaus bereits mit Hilfe von Nachbarn und Passanten verlassen können. Kurz darauf kam es zur Durchzündung des Gebäudes, wobei Flammen aus der Hauseingangstür schlugen und das Feuer sich auf das gesamte Haus einschließlich des Dachstuhls ausbreitete. Dank einer massiven Riegelstellung und dem Einsatz mehrerer Strahlrohre konnte verhindert werden, dass die Flammen auf ein angrenzendes Gebäude übergriffen.
In der Anfangsphase des Einsatzes wurden zusätzliche Kräfte nachalarmiert. Die Mutter und das Kind wurden erfolgreich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert. Es blieb jedoch unklar, ob ein Hund und eine Katze noch im Gebäude waren. Aufgrund der intensiven Brandentwicklung wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen, der aufgrund des fortgeschrittenen Brandverlaufs und der Bauweise des Hauses ein Betretungsverbot aussprach.
Um das Brandobjekt vom Stromnetz zu trennen, musste die Stromversorgung mehrerer Häuser an der Deutsch-Ritter-Allee vorübergehend eingestellt werden. Der zuständige Netzbetreiber führte anschließend Tiefbauarbeiten durch, um die Versorgung der umliegenden Häuser wiederherzustellen. Da die Giebelwand, die zur Straße In der Herrschaft zeigte, stark einsturzgefährdet war, entschied der Einsatzleiter gemeinsam mit dem Baufachberater und weiteren Beteiligten, diese kontrolliert abzutragen. Ein unkontrollierter Einsturz hätte erhebliche Schäden an benachbarten Gebäuden verursachen können.
Am späten Samstagnachmittag gelang es, ein geeignetes Abrissunternehmen zu finden. Ein schweres Spezialgerät wurde per Schwertransport aus Düsseldorf nach Grevenbroich gebracht und traf gegen 21 Uhr am Einsatzort ein. Danach wurde die einsturzgefährdete Giebelwand kontrolliert abgetragen. Zur weiteren Sicherheit sperrten die Stadtbetriebe eine Fahrspur im Kreuzungsbereich.
Da ein weiterer Absturz von Bauteilen nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden die Nachlöscharbeiten nur von außen beziehungsweise über eine Drehleiter durchgeführt. Diese Arbeiten dauerten bis etwa 3:30 Uhr am Sonntagmorgen. Rund 100 Einsatzkräfte aus verschiedenen Einheiten der Feuerwehr Grevenbroich waren vor Ort. Unterstützung erhielten sie von der Feuerwehr Jüchen, die mit einer Drohne und einer Drehleiter half.
Am Sonntagmorgen wurden Anwohner gegen 9 Uhr jedoch erneut auf eine leichte Rauchentwicklung aus dem Gebäude aufmerksam und die Feuerwehr führte eine weitere Kontrolle sowie Nachlöscharbeiten von außen durch. Das Brandobjekt bleibt aufgrund der akuten Einsturzgefahr für unbefugte Personen unzugänglich.
Derzeit können von der Feuerwehr Grevenbroich keine Informationen zur Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens bereitgestellt werden. Die Ermittlungen diesbezüglich übernimmt die Polizei. Die Bewohner des betroffenen Hauses haben vorübergehend bei Freunden Unterkunft gefunden.