Köln – Am Donnerstag, dem 18. Juni, vollstreckte die Polizei Haftbefehle gegen drei Männer im Alter von 44, 45 und 52 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, am 23. Dezember 2021 ein Feinkostgeschäft am Kölner Großmarkt im Stadtteil Raderberg überfallen zu haben. Laut den Ermittlungen sollen sie mit einem Sturmgewehr, einer Maschinenpistole und einer Schusswaffe Kunden sowie Angestellte bedroht haben und mit mehreren zehntausend Euro in einem blauen Fahrzeug geflohen sein. Im Kassenbereich wurde später ein Einschussloch gefunden.
Die Polizei führte zeitgleich zu den Verhaftungen Durchsuchungen in zwölf Privatwohnungen, Geschäftsräumen und Schließfächern in Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, im Rheinisch-Bergischen Kreis sowie in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern durch. In den bevorstehenden Ermittlungen wirft die Staatsanwaltschaft den Verdächtigen neben dem Überfall auf das Feinkostgeschäft weitere Taten vor.
Zusätzlich besteht der Verdacht, dass die Männer am 22. März 2023 einen Juwelier in Leverkusen mit Schusswaffen bedroht und überfallen haben. Der 52-Jährige steht auch im Verdacht, am 16. Juni 2023 eine 84-jährige Frau in ihrer Wohnung in Engelskirchen ausgeraubt zu haben. Während der Durchsuchungen fanden die Ermittler umfangreiche Beweismittel, darunter eine scharfe Schusswaffe, deren Zusammenhang zu den Taten noch untersucht wird. Es entstanden leichter Sachschaden beim Öffnen mehrerer Wohnungstüren, jedoch kam es zu keinen Verletzungen.