Kleve (ots) – Am Sonntag, den 21. Juni 2026, ereignete sich gegen 16:50 Uhr ein Badeunfall an einem nicht für das Baden freigegebenen ehemaligen Baggersee in Kleve-Kellen. Ein 53-jähriger Mann aus Kleve schwamm dort unerlaubt mit einem Bekannten. Der Bekannte beobachtete, wie der Mann um Hilfe rief und daraufhin unterging. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen konnte der Mann nicht gerettet werden.
Im Verlauf des Tages erfolgte eine umfassende Suche durch die Feuerwehr und die DLRG. Einsatzkräfte setzten mehrere Taucher und auch eine Drohne ein. Zudem kamen von der Organisation ISAR Germany speziell ausgebildete Suchhunde zum Einsatz, die von einem Boot aus operierten. Kurz vor 21:00 Uhr wurde der Mann schließlich leblos unter Wasser entdeckt.
Die Angehörigen wurden durch den polizeilichen Opferschutz informiert und betreut. Die Polizei im Kreis Kleve weist eindringlich darauf hin, dass das Baden in ehemaligen Abbaugebieten mit erheblichen Risiken verbunden ist. Oftmals wechseln sich flache Abschnitte mit sehr tiefen Bereichen ab, die Temperaturen in solchen Seen können stark variieren und auch geübte Schwimmer an ihre Grenzen bringen. Die Polizei empfiehlt, zum Baden die angebotenen Freibäder zu nutzen, in denen geschultes Aufsichtspersonal vorhanden ist.