Köln – Die Polizei und Staatsanwaltschaft Köln haben am Montagmorgen, den 22. Juni, erfolgreich gegen eine mutmaßliche, europaweit agierende Drogengruppierung vorgegangen. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den Handel mit beträchtlichen Mengen Cannabis und Kokain, wobei der Gesamtwert der Drogengeschäfte über elf Millionen Euro geschätzt wird.
Seit Juli 2025 läuft das Ermittlungsverfahren, das den Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln, Einfuhr von Betäubungsmitteln, Geldwäsche sowie Verstöße gegen das Waffengesetz thematisiert.
Die Ermittlungsbehörden vollstreckten am Montag Durchsuchungsbeschlüsse in insgesamt 31 Objekten, darunter Privatwohnungen, Geschäftsräume und Bunker in Nordrhein-Westfalen, Spanien und Österreich. Zudem wurden neun Haftbefehle gegen Tatverdächtige im Alter von 24 bis 31 Jahren vollstreckt. Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen 31 Beschuldigte.
Den führenden Mitgliedern der Gruppierung wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum einen internationalen Drogenhandel organisiert zu haben. Die beschlagnahmten Mengen beinhalten mehr als vier Tonnen Cannabis, über 27 Kilogramm Kokain, etwa 1,5 Kilogramm Crack sowie rund 800 Liter Amphetaminöl, was zur Herstellung von über drei Tonnen Amphetamin ausreichen würde.
Die Staatsanwaltschaft Köln erhebt den Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen den engeren Kern der Gruppierung. Die Polizei Köln führt die Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Partnerbehörden, einschließlich Europol. Während der Einsätze wurden zudem zahlreiche Beweismittel wie Datenträger und Geschäftsunterlagen sichergestellt, deren Auswertung zur Zeit andauert.