Bundespolizei Aachen vollstreckt internationalen Haftbefehl wegen Totschlag

Blaulicht Rheinland

Aachen – Die Bundespolizei Aachen hat in ihren Fahndungsmaßnahmen im Grenzgebiet zu Belgien und den Niederlanden mehrere erfolgreiche Festnahmen vermeldet. Vorgelegt wurden die Haftbefehle, die gegen zwei türkische Staatsangehörige vorlagen, darunter ein 33-Jähriger, der wegen eines Totschlagdeliktes gesucht wurde.

Die Festnahme fand am frühen Samstagmittag, den 20. Juni 2026, statt, als die Beamten ein Fahrzeug mit drei Insassen kontrollierten. Der 33-jährige Mitfahrer hatte gegen sich einen internationalen Haftbefehl der türkischen Behörden über Interpol, da er seit Oktober 2025 gesucht wurde. Nach seiner Festnahme wurde er dem polizeilichen Gewahrsam in Aachen übergeben, und die Unterlagen wurden an die Generalstaatsanwaltschaft Köln zur Entscheidung über eine mögliche Auslieferung weitergeleitet.

Ein weiterer 32-jähriger Mitfahrer wurde ebenfalls festgenommen, da gegen ihn drei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wegen Urkundenfälschung sowie ein weiterer von der Staatsanwaltschaft Kempten wegen Bedrohung bestand. Diese Person hat zudem eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten zu verbüßen. Zudem gab es gegen ihn einen weiteren Festnahmebeschluss für eine Ausweisung durch das Landratsamt Ostallgäu aufgrund von Straftaten gegen das Leben.

Ein 29-jähriger Fahrer des Fahrzeugs wird aufgrund seiner Beihilfe zur unerlaubten Einreise ebenfalls angezeigt, während er seine Reise fortsetzen durfte.

Am darauffolgenden Tag meldete sich eine 38-jährige Deutsche auf der Wache der Bundespolizei in Aachen und erkundigte sich nach dem Zustand eines der festgenommenen Bekannten. Sie selbst war aufgrund eines Strafvollstreckungshaftbefehls der Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gesucht. Nachdem eine Geldstrafe von 2000 Euro durch einen Angehörigen beglichen wurde, konnte sie die Dienststelle wieder verlassen.


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