In der Nacht zu Dienstag (18. August) führte eine Verfolgungsfahrt, die ihren Ursprung im Bereich der Kreispolizeibehörde Kleve hatte, zu einem Polizeieinsatz im Duisburger Stadtgebiet. Die Polizei wollte eine allgemeine Verkehrskontrolle in Issum-Sevelen durchführen, als sie feststellte, dass die an einem Lada angebrachten Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren. Der Fahrer reagierte jedoch nicht auf die Anhaltezeichen und setzte seine Fahrt mit überhöhter Geschwindigkeit fort, dabei missachtete er mehrere Verkehrsvorschriften.
Gegen 1:45 Uhr fanden die Beamten das verunfallte Fahrzeug an einem Stromverteilerkasten auf der Hochfeldstraße in Duisburg vor. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Insassen das Auto bereits verlassen, der Fahrzeugschlüssel steckte jedoch noch im Zündschloss. Eine Zeugin berichtete, dass insgesamt vier Jugendliche vom Unfallort geflohen seien.
Im Rahmen der anschließenden Fahndung waren Einsatzkräfte der Polizei Kleve, der Polizei Duisburg sowie der Autobahnpolizei anwesend. Zusätzlich wurde ein Polizeihubschrauber und ein Diensthund eingesetzt. Gegen 3:20 Uhr hörten die Polizisten verdächtige Geräusche aus einem leerstehenden Gebäude an der Wörthstraße und vermuteten, dass die gesuchten Personen sich dort versteckten. Der Polizeihund fand drei Jugendliche in einem Toilettenraum, die schließlich von den Beamten festgenommen wurden.
Die Jugendlichen, die aus Dortmund stammen, wurden zur Polizeiwache gebracht. Da die Erziehungsberechtigten nicht bereit waren, die Wache aufzusuchen, wurden sie dem Jugendamt überstellt. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Die Ermittlungen des Verkehrskommissariats der Polizei Kleve laufen, unter anderem um die Fahrzeugführerschaft und die Herkunft der gestohlenen Kennzeichen zu klären.