Einsatz der Feuerwehr beim Waldbrand im Hürtgenwald abgeschlossen

Blaulicht Rheinland

Nach einem 24-stündigen Einsatz ist die Unterstützung der Bereitschaft 5 beim Waldbrand im Hürtgenwald im Kreis Düren abgeschlossen. Insgesamt waren 121 Einsatzkräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal beteiligt. Am Sonntagmorgen konnten erste Teile des Verbandes abgezogen werden, bis zur Mittagszeit waren alle Kräfte wieder in der Region zurück.

Der seit Donnerstag andauernde Waldbrand stellte eine besondere Herausforderung dar. Mehrere hundert Hektar waren betroffen, wobei zeitweise über 1.000 Einsatzkräfte sowie zahlreiche Hubschrauber mobilisiert wurden. Die historische Kampfmittelbelastung des Gebiets, das während des Zweiten Weltkriegs als Kampfstation diente, erschwerten die Löscharbeiten zusätzlich. Im Verlauf des Brandes kam es zu Detonationen alter Munition.

Die Bereitschaft 5 wurde in der Nacht zum Samstag für überörtliche Hilfe angefordert. Nach der Alarmierung formierte sich der Verband und rückte in den frühen Morgenstunden in Richtung Hürtgenwald aus. Diese Einheit besteht aus kommunalen Feuerwehrfahrzeugen und Fahrzeugen des Katastrophenschutzes.

Im Einsatzbereich Großhau übernahm die Bereitschaft 5 einen eigenen Abschnitt, wo die Kräfte die Brandbekämpfung unterstützen sollten. Die unzugänglichen Waldflächen und die Kampfmittelbelastung limitierten die Möglichkeiten der bodengebundenen Löscharbeiten, weshalb die Einsätze sich auf sichere, befahrbare Bereiche konzentrierten. In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW wurden zusätzliche Zugänge geschaffen.

Einige Landwirte aus der Region und darüber hinaus leisteten wertvolle Hilfe, indem sie landwirtschaftliche Fahrzeuge und Wasserbehälter bereitstellten, um die Löschwasserversorgung zu unterstützen. Auch Unternehmen trugen mit Fahrzeuginfrastruktur zu den Arbeiten bei.

Drohnen wurden eingesetzt, um während der Nacht Glutnester zu identifizieren, die dann von Tanklöschfahrzeugen in Rotation abgelöscht wurden. Ursprünglich war die Einsatzdauer auf zwölf Stunden angelegt, wurde jedoch auf 24 Stunden verlängert. Ein Gemeindehaus in Großhau diente als Unterkunft für die Einsatzkräfte.

Die Feuerwehr Solingen dankt der Bevölkerung von Großhau sowie den unterstützenden Landwirten und Unternehmen für ihre Hilfsbereitschaft. Nach erfolgreichem Abschluss des Einsatzes kehrten alle Kräfte am Sonntag in das Bergische Städtedreieck zurück.


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