Ermittlungen im Mordfall von Bedburg werden neu aufgerollt

Blaulicht Rheinland

Die Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei haben aufgrund eines aktuellen Hinweises aus der Bevölkerung die Ermittlungen in einem ungelösten Mordfall von 2017 wieder aufgenommen. Am Donnerstagmorgen, den 27. August, wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft drei Privatwohnungen in Bedburg sowie eine in Kamp-Lintfort durchsucht.

Im Rahmen dieser Durchsuchungen trugen die Einsatzkräfte Beweismittel zusammen. In einer Wohnung in Kamp-Lintfort wurde ein 40-jähriger Mann angetroffen, der anschließend erkennungsdienstlich behandelt wurde. Die Ermittlungen beziehen sich auf einen Vorfall, der sich am 25. November 2017 ereignete. An diesem Tag hatte ein Spaziergänger einen 46-jährigen Mann mit einer schweren Schussverletzung in seinem VW Golf auf dem Wanderparkplatz „Peringsmaar“ in Bedburg entdeckt. Der schwer verletzte Mann wurde daraufhin in eine Klinik gebracht, wo er bis zu seinem Tod im August 2018 behandelt wurde.

Bei der ersten Untersuchung des Tatorts waren mehrere Einschusslöcher in Verkehrsschildern und am VW entdeckt worden. Die Kriminalpolizei geht jedoch davon aus, dass die Schüsse bereits zwei Tage vor dem Auffinden des Mannes abgegeben wurden. Bisher führten die Ermittlungen der damals eingerichteten Mordkommission nicht zu einem konkreten Tatverdacht. Der 40-Jährige, der nun in Kamp-Lintfort angetroffen wurde, könnte möglicherweise an der Tat beteiligt gewesen sein, wobei die Hintergründe der Tat weiterhin unklar bleiben.

Die Beamten sicherten im Rahmen der Durchsuchungen mehrere Mobiltelefone als potenzielle Beweismittel. Die kriminaltechnische Untersuchung und Auswertung dieser Geräte steht noch aus. Zeugen, die Informationen zu dem Fall haben, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.


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