Bonn (ots) – Die Brandaktivität im Einsatzgebiet des EU-Waldbrandmoduls im Naturschutzgebiet „Deliblatska Pescara“ ist in den letzten Tagen schrittweise zurückgegangen. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich weiterhin auf die Kontrolle des Brandbereichs, das Löschen von Glutnestern sowie die Überwachung der Übergangsbereiche zwischen verbrannten und unverbrannten Flächen.
Serbische Kräfte werden dabei von internationalen Einheiten des EU-Katastrophen-schutzverfahrens unterstützt. In schwer zugänglichen Gebieten kommen geländegängige Fahrzeuge zum Einsatz, während einige Flächen auch zu Fuß erkundet werden müssen. Durch die direkte Ablösung an den Einsatzstellen kann die Einsatzbereitschaft der deutschen Einheiten aufrechterhalten werden; rund 20 Einsatzkräfte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sind so im Einsatzgebiet präsent.
Ein wichtiger Aspekt ist die enge Verzahnung der Arbeiten am Boden mit der Luftunterstützung. Unter der Koordination der serbischen Einsatzleitung finden gezielte Löschwasserabwürfe durch Hubschrauber statt, die in Zusammenarbeit mit einem tschechischen AFFF-H-Modul durchgeführt werden. Die deutschen Kräfte am Boden identifizieren kritische Bereiche und markieren diese in einem digitalen Kommunikationssystem, sodass die Hubschrauberbesatzungen schnell reagieren können.
Die Luftbeobachtung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Neu festgestellte Rauchentwicklungen werden unverzüglich an die Bodeneinsatzkräfte weitergeleitet, was eine schnelle Bekämpfung potenzieller Entstehungsbrände ermöglicht.
Die letzten Tage haben den Nutzen der internationalen Zusammenarbeit deutlich gemacht. Die Kombination von Bodeneinsatz, digitaler Lageübermittlung und Luftunterstützung erlaubt eine effiziente Reaktion, auch in schwer zugänglichen Gebieten.
Verbindungskräfte sorgen für die Kommunikation zwischen der serbischen Einsatzleitung, den internationalen Einheiten und den Führungsebenen, und unterstützen die Koordination der Maßnahmen. Dabei stehen insbesondere die serbischen Verbindungskräfte den deutschen Führungskräften während des gesamten Einsatzes zur Seite, was den Informationsaustausch und die Abstimmung der Einsatzmaßnahmen erleichtert.