Köln – Die Bundespolizei hat am 16. September einen 26-jährigen Mann im Kölner Hauptbahnhof festgenommen, der im Verdacht steht, eine Luxus-Uhr geraubt zu haben. Zuvor war der Mann als hilflose Person gemeldet worden.
Während die Beamten gegen 08:00 Uhr in der E-Passage auf den Tatverdächtigen trafen, konnte dieser sich zunächst nicht ausweisen. Bei einer Durchsuchung fand die Polizei neben Betäubungsmitteln auch ein Tierabwehrspray. Bei einer weiteren Untersuchung entdeckten die Einsatzkräfte eine Damenarmbanduhr der Marke Rolex, die der 26-Jährige unter seiner Jacke versteckt hatte. Angaben zur Herkunft der Uhr konnte er nicht machen.
Die Uhr wurde von einem ortsansässigen Juwelier auf Echtheit geprüft und die rechtmäßige Eigentümerin identifiziert, die die Armbanduhr für 20.300 Euro erworben hatte. Ermittlungen brachten zutage, dass die Besitzerin am 15. September gegen 21:30 Uhr in Köln-Kalk aus einer Straßenbahn gestiegen war. Während ihres Nachhausewegs fühlte sie sich verfolgt und wurde schließlich von hinten angesprungen, woraufhin ihr die Uhr mit Gewalt entwendet wurde.
Nach der Anzeige der Eigentümerin suchte die Bundespolizei den Tatverdächtigen am folgenden Tag auf und stellte ihn fest. Der Mann, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, war dort wegen Diebstahls in besonders schweren Fällen inhaftiert. Außerdem konnte er keinen festen Wohnsitz oder gültigen Aufenthaltsstatus vorweisen. Die Bundespolizei hat die entsprechenden Beweismittel, darunter die Uhr und die Betäubungsmittel, sichergestellt und den Verdächtigen an die Landespolizei übergeben, die die Ermittlungen weiterführen wird.