Mönchengladbach – Vor 36 Jahren blieb ein versuchtes Tötungsdelikt in der Region unaufgeklärt. Die Täter, die für den Messerangriff auf eine 18-Jährige verantwortlich sind, sind bislang nicht ermittelt worden.
Der Vorfall ereignete sich am 12. August 1990, als die junge Frau auf dem Heimweg von Krefeld nach Vorst war. Gegen 21:40 Uhr, nach einem kurzen Treffen mit einer Freundin an einer Bushaltestelle, wurde sie etwa 50 Meter vor dem Ortseingang von einem unbekannten Mann attackiert. Der Täter versuchte, sie zu vergewaltigen und stach mehrfach auf sie ein. Ewa M. überlebte trotz schwerer Verletzungen und erreichte mit Mühe den Radweg, wo sie von einem Passanten aufgefunden wurde.
Die Polizei hat nun die Ermittlungen wieder aufgenommen, gestützt auf moderne kriminaltechnische Methoden. Es wird gehofft, dass neue Erkenntnisse und Spuren aus der Gegenwart mehr Licht auf den Fall werfen können. Ewa M. ist heute 54 Jahre alt und fühlt sich durch den Vorfall stark geprägt. Sie stellt sich weiterhin Fragen über den Täter und hofft, dass sich Zeugen melden, die sich möglicherweise an den Abend des Angriffs erinnern.
Die Polizei sucht insbesondere nach Zeugen, die zur Tatzeit auf der Landstraße L 475 unterwegs waren oder Hinweise zu einem damals geparkten Fahrzeug in der Nähe des Tatorts geben können.
Im Rahmen der Kampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich.“ wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass auch kleine Informationen zur Lösung des Falls beitragen können. Diese können telefonisch unter 02161-290 oder per E-Mail an mk.vorst.Moenchengladbach@polizei.nrw.de übermittelt werden.