Änderung des Bundesjagdgesetzes soll Weidetiere besser schützen

Blaulicht Rheinland

Der Bundestag wird am Donnerstag eine Änderung des Bundesjagdgesetzes diskutieren, die eine regulierte Jagd auf Wölfe ermöglichen soll. Führende Vertreter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben die Initiative vorangetrieben und betont, dass klare Regelungen für die Bejagung notwendig seien.

Die Reform wird als Reaktion auf die steigende Anzahl von Übergriffen auf Weidetiere wie Schafe, Ziegen und Rinder vorgestellt. Diese Angriffe verursachen nicht nur materielle Schäden für die Tierhalter, sondern versetzen auch die Bevölkerung in Sorge. Die Koalition hat sich daher verpflichtet, die bestehende Wolfsbestände zu regulieren, um die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen.

Das neue Gesetz soll Jägern und Jagdbehörden praktikable Möglichkeiten zur Verfügung stellen, um ein effektives Management der Wolfpopulation zu erreichen. Ein Ziel der Initiative ist der verbesserte Schutz von Weidetieren, die als wichtige Komponente einer nachhaltigen Landnutzung betrachtet werden. Es wird betont, dass präventive Maßnahmen wie Herdenschutz weiterhin von Bedeutung sein werden.

Die Gesetzesänderung sieht außerdem vor, dass die Landesregierungen bei einem günstigen Erhaltungszustand der Wolfspopulation überregionale Managementpläne erstellen können, um die Bejagung an regionale Bedürfnisse anzupassen. Problemwölfe sollen schnell und ohne bürokratische Hürden entfernt werden können, insbesondere in Gebieten, die aufgrund geomorphologischer Gegebenheiten nicht eingezäunt werden können.

Die CDU/CSU-Fraktion hofft, durch die Reform einen Ausgleich zwischen der Weidetierhaltung und dem Schutz der Wölfe zu schaffen, um die gesellschaftliche Akzeptanz für den Artenschutz zu fördern und Konflikte im ländlichen Raum zu verringern.



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