Bundestag diskutiert Rückführung der deutschen Goldreserven

Blaulicht Rheinland

Der Bundestag hat am Mittwoch, dem 18. März 2026, einen Antrag der AfD-Fraktion behandelt, der die vollständige Rückholung des deutschen Staatsgoldes fordert. Nach einer 30-minütigen Debatte wurde der Antrag an den federführenden Finanzausschuss zur weiteren Beratung überwiesen.

Nach Angaben der AfD verfügt Deutschland über 3.350 Tonnen Staatsgold, was im internationalen Vergleich eine große Reserve darstellt. Der Buchwert dieses Goldes habe sich auf etwa 460 Milliarden Euro verdoppelt, und der Aufwertungsgewinn sei mehr als das 150-fache des Eigenkapitals der Bundesbank. Das Gold werde als wichtiger Stabilitätsgarant des Euro angesehen.

Aktuell lagern etwa 51 Prozent des deutschen Staatsgolds in Deutschland, während 49 Prozent im Ausland sind, hauptsächlich bei der Federal Reserve in New York (37 Prozent) und der Bank of England in London (12 Prozent). Der Wert des im Ausland gelagerten Goldes beläuft sich auf etwa 225 Milliarden Euro.

Die AfD fordert die Bundesregierung auf, zusammen mit der Bundesbank einen Zeitplan für die Rückholung sämtlicher deutscher Auslandsgoldreserven zu entwickeln und umzusetzen. Dabei solle sichergestellt werden, dass die Goldreserven künftig nur innerhalb Deutschlands gelagert werden, um eine mögliche Golddeckung einer zukünftigen nationalen Währung nach dem Euro zu ermöglichen.


Quelle: bundestag.de
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