Bundestagspräsidentin Klöckner spricht im ukrainischen Parlament in Kyjiw

Blaulicht Rheinland

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat am Mittwoch, den 11. März 2026, als erste deutsche Vertreterin im ukrainischen Parlament in Kyjiw gesprochen. In ihrer Rede betonte sie, dass Deutschland weiterhin an der Seite der Ukraine stehen werde, um Freiheit, Recht und Menschenwürde zu unterstützen.

Klöckner hob hervor, dass das ukrainische Parlament als Symbol für den demokratischen Widerstand Europas fungiere und zollte den Abgeordneten Respekt für ihre Handlungsfähigkeit trotz anhaltender Angriffe. Sie wies auf die Bedeutung der Einheit eines Volkes hin und versicherte, dass kein Land durch Krieg und Teilung zugrunde gehen solle.

Deutschland plane, rund 200 Millionen Euro bereitzustellen, um den Schutz gegen russische Angriffe zu verstärken. Diese Mittel seien für Aufklärungsdrohnen und den Zivilschutz vorgesehen, um Menschen und lebenswichtige Infrastruktur zu schützen. Klöckner betonte, dass Europa von der Ukraine in Bezug auf Sicherheitsfragen lernen könne.

In ihrer Rede nannte Klöckner die Rückeroberung von Gebieten mehr als nur einen militärischen Erfolg. Es sei eine Rückkehr zu Recht, Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung. Sie forderte die ukrainischen Abgeordneten auf, ihre Reformen in Bereichen wie Justiz und Anti-Korruption fortzusetzen. Klöckner wies darauf hin, dass der Krieg nicht über die Zukunft der Ukraine entscheiden dürfe, sondern das ukrainische Volk.

Zusätzlich plant Klöckner Gespräche mit dem Präsidenten der Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Im Fokus stehen die Unterstützung Deutschlands für die Ukraine und die geopolitische Lage.

Klöckner unterstrich ferner, dass die Aufmerksamkeit auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine auch in Zeiten anderer Konflikte wichtig ist. Sie kündigte an, dass Ortstermine zur Energie-Infrastruktur und zu den Zerstörungen des Krieges folgen werden.


Quelle: bundestag.de
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