Debatte über die Situation älterer Menschen in Deutschland

Blaulicht Rheinland

Im Bundestag findet am Donnerstag, den 19. März 2026, eine Debatte über den neunten Bericht zur Lage der älteren Generation in Deutschland statt. Der Bericht mit dem Titel „Alt werden in Deutschland – Vielfalt der Potenziale und Ungleichheit der Teilhabechancen“ wird nach einer 20-minütigen Aussprache zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Ausschüsse übergeben. Der Ausschuss für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend führt die Beratungen.

In dem Bericht wird eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung gefordert. Die Sachverständigenkommission hebt hervor, dass materielle Sicherheit entscheidend für die gesellschaftliche Teilhabe im Alter ist. Es wird angeregt, ein gesetzlich verankertes, verlässliches Sicherungsziel für die Rentenversicherung festzulegen, um Rentnerinnen und Rentner eine angemessene Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand zu ermöglichen.

Des Weiteren sollen Diskontinuitäten im Lebenslauf und Phasen der Arbeitslosigkeit besser abgesichert werden. Auch die Absicherung bei Erwerbsminderung soll verbessert werden, wobei ein Fokus auf Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation gelegt wird.

Der Bericht befasst sich zudem mit der Reduzierung der verdeckten Altersarmut. Es wird empfohlen, die Bedingungen für die Inanspruchnahme der Grundsicherung zu optimieren und die soziale Schuldnerberatung entsprechend auszurichten. Die Frage des bezahlbaren Wohnraums steht ebenfalls im Mittelpunkt, da ältere Menschen mit geringem Einkommen und ohne Wohneigentum zunehmend finanziellen Belastungen ausgesetzt sind. Es wird gefordert, den sozialen Wohnungsbau zu revitalisieren, um diese Entwicklung zu stoppen und sicherzustellen, dass Sozialwohnungen Menschen mit geringem Einkommen zugutekommen.


Quelle: bundestag.de

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