In einer Plenardebatte am Donnerstag, den 19. März 2026, stand die Wirtschaftspolitik im Fokus des Bundestags. Anlass war die Vorstellung von zwei Anträgen durch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Diese beiden Anträge beschäftigen sich mit der Nutzung der GreenTech-Branche als Wachstumstreiber sowie der Sicherung der europäischen Chemieindustrie.
Der erste Antrag mit dem Titel „Wirtschaft 2045 – GreenTech als Wachstumstreiber nutzen, Technologiesouveränität stärken“ fordert eine signifikante Ausweitung umweltfreundlicher Technologien und Dienstleistungen. Die Bundesregierung soll die GreenTech-Branche als wesentlichen Motor für das Wirtschaftswachstum anerkennen und entsprechende Unterstützung leisten. Angestrebt wird, den Anteil der GreenTech-Branche an der deutschen Bruttowertschöpfung bis 2045 von derzeit neun auf etwa 20 Prozent zu erhöhen. Hierzu sollen insbesondere Elektromobilität, Solarenergie und die Wasserstoffwirtschaft gefördert werden.
Des Weiterenzentriert sich der Antrag auf die Notwendigkeit einer nachhaltigen Rohstoffpolitik, um die Versorgungssicherheit mit kritischen Rohstoffen zu gewährleisten. Auch die Standortbedingungen für GreenTech-Produktionen in Deutschland sollen verbessert werden, beispielsweise durch wettbewerbsfähige Energiepreise und schnellere Genehmigungsverfahren.
Im zweiten Antrag, „Zukunft der europäischen Chemieindustrie sichern – Innovation, Nachhaltigkeit und Resilienz stärken“, wird die Notwendigkeit hervorgehoben, die Chemieindustrie als strategische Schlüsselbranche zu stärken. Die Grünen fordern eine „Chemieagenda 2045“, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren entwickelt werden soll. Diese Agenda soll klare Zeitpläne und finanzielle Grundlagen beinhalten und die Transformation zur Klimaneutralität sowie die Sicherstellung energieintensiver Produktionsstandorte unterstützen.
Die Fraktion hebt hervor, dass die deutsche Chemieindustrie mit Schwierigkeiten konfrontiert ist, die durch geopolitische Spannungen verstärkt werden. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, sollen außerdem unfaire Wettbewerbsbedingungen, wie Dumpingimporte, begrenzt werden.
Beide Anträge wurden nach der Debatte zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen, federführend ist der Ausschuss für Wirtschaft und Energie.