Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den ukrainischen Präsidenten Volodymyr Selenskyj aufgefordert, die Druschba-Pipeline zu reparieren. Diese Pipeline war zu Jahresbeginn durch Russland beschädigt und anschließend von der Ukraine selbst zerstört worden. Hintergrund der Forderung sind die Blockaden Ungarns und der Slowakei bezüglich eines 90-Milliarden-Kredits an die Ukraine.
Ungarn und die Slowakei hatten im Jahr 2022 Ausnahmen von den EU-Sanktionen für den Import von russischem Pipeline-Öl erhalten, beziehen jedoch aufgrund der Zerstörung der Pipeline aktuell kein Öl. Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, äußerte sich kritisch zu den gescheiterten Maßnahmen und der Forderung der EU.
Er weist darauf hin, dass die EU vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise und der wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung nicht ausreichend reagiert habe. Stattdessen scheine die Motivation hinter der Reparaturanfrage vor allem auf der Sicherung weiterer Kriegskredite zu beruhen, die ohne Zustimmung Ungarns und der Slowakei nicht erteilt werden können. Boehringer argumentiert weiter, dass ohne russisches Öl und Gas die EU vor ernsthaften Herausforderungen stehen könnte, insbesondere bei drohenden Versorgungsengpässen.