Am 25. März 2026 fand ein Fachgespräch zwischen der Kinderchancen-Koordinatorin Mareike Wulf und den Mitgliedern der Kinderkommission des Bundestages statt. Wulf, die seit November 2025 im Amt ist, betonte die Bedeutung von Chancengleichheit für Kinder und den Schutz vor Gewalt und Risiken, insbesondere im Internet. Sie bezeichnete den Kinderschutz als eine ihrer höchsten Prioritäten.
Wulf erklärte, dass es im Bereich der sexualisierten Gewalt ein großes Dunkelfeld gebe, da viele Taten aus dem Umfeld der Kinder begangen werden. Oftmals melden die Opfer die Vorfälle nicht aus Angst vor den Konsequenzen. Eine verbesserte Zusammenarbeit aller beteiligten Fachkräfte könne hierbei hilfreich sein.
Ein weiteres Thema des Gesprächs war die rechtliche Situation von Pflegeeltern. Wulf und die Kommission einigten sich darauf, dass Pflegeeltern rechtlich besser unterstützt werden müssen, um das Kindeswohl zu stärken. Dies sei auch eine kosteneffizientere Lösung im Vergleich zu teuren Heimplätzen.
Hinzu kam die Diskussion über den schlechten Zustand der mentalen Gesundheit von Kindern. Die Kinderkommission hat hierzu Experten und Betroffene befragt, um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit von Prävention und Unterstützung für die Kinder, besonders im Übergang zum Erwachsenenleben.
Wulf stellte auch die Initiative der Bundesregierung vor, eine Strategie zur mentalen Gesundheit zu entwickeln. Sie verwies darauf, dass Kinder heutzutage durch soziale Medien und das Internet ständig mit belastenden Inhalten konfrontiert werden, was ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen kann. Die Bundesregierung plant, mit Plattformbetreibern Gespräche zu führen, um Lösungen für den Umgang mit solchen Inhalten zu finden.
Abschließend äußerten die Mitglieder der Kinderkommission den Wunsch, die Anliegen der Kinder und Familien umfassend zu verfolgen und eine rechtliche Klarheit in verschiedenen Bereichen zu schaffen.