Der Bundestagsabgeordnete Max Lucks von Bündnis 90/Die Grünen hat sich für die Sicherheit von Umweltschützerinnen und Menschenrechtsverteidigerinnen in Kolumbien eingesetzt. Lucks, der im Menschenrechtsausschuss tätig ist, hat im Rahmen des Programms „Parlamentarier schützen Parlamentarier“ Patenschaften übernommen, um bedrohte Aktivistinnen zu unterstützen.
Besonders richtet sich sein Engagement an Yuly Velásquez Briceño und Jani Silva, die sich für den Schutz von Wasserressourcen und die traditionelle Fischerei einsetzen. Diese Bereiche stehen in Konflikt mit der Erdölförderung und gewaltsamen Auseinandersetzungen durch kriminelle Banden. Lucks hebt hervor, dass die beiden Frauen aufgrund ihres Engagements immer wieder bedroht und angegriffen werden.
In Kolumbien haben sich politische und gesellschaftliche Konflikte um die Förderung fossiler Rohstoffe intensiviert, wodurch Fischerfamilien von ihrer Lebensgrundlage abgeschnitten werden. Lucks beschreibt, wie Yuly Velásquez Briceño in Barrancabermeja für die Erhaltung der Flüsse und Feuchtgebiete kämpft und wie Jani Silva in Puntomayo sich für die Rechte der Kleinbauern und den Schutz der Natur einsetzt.
Trotz bereits bestehender Personenschutzmaßnahmen für beide Aktivistinnen sind ihre Lebensumstände von Unsicherheit geprägt. Gewaltsame Drohungen und Einschüchterungen sind Teil ihres Alltags. Die kolumbianischen Behörden werden von Lucks kritisiert, da sie nicht ausreichend Schutz bieten.
Lucks fordert eine stärkere internationale Unterstützung und hat betont, dass die Verbesserungen der Sicherheitslage für die Aktivistinnen ein wichtiger Schritt in Richtung eines stabilen Friedens in Kolumbien sind. Durch die Patenschaften im Rahmen des Bundestages soll ein besseres Bewusstsein für die Herausforderungen geschaffen werden, mit denen Umweltschützerinnen in Kolumbien konfrontiert sind.
Die Probleme in Kolumbien, wie der Drogenanbau und die gewaltsame Kontrolle durch kriminelle Organisationen, erfordern laut Lucks langfristige Lösungen und eine enge Zusammenarbeit mit der internationalen Gemeinschaft, um Menschenrechte und einen gerechten Umweltschutz zu gewährleisten.