Das Parlament wird sich am Donnerstag, dem 26. März 2026, mit dem Thema Gewalt an Schulen beschäftigen. In der Sitzung stehen zwei Anträge der AfD-Fraktion auf der Tagesordnung.
Der erste Antrag mit dem Titel „Gewalt und andere Formen schwerwiegender Übergriffe an Schulen systematisch erfassen, untersuchen und durch geeignete Maßnahmen verhindern“ (21/4940) schlägt vor, ein programmatisches Vorgehen zu entwickeln, um die steigenden Zahlen an Gewaltvorfällen an Schulen zu dokumentieren und zu analysieren. Die Fraktion kritisiert, dass die Bundesregierung bislang kein klares Lagebild zur Situation an Schulen vorgelegt habe und fordert eine umfassende Ursachenforschung sowie die Entwicklung von Präventionskonzepten.
Zudem verlangt die AfD, dass sozialwissenschaftliche Studien gefördert werden, um unterschiedliche Gewaltformen sowie deren Entstehungsfaktoren eingehend zu untersuchen. Hierbei soll auch der Zusammenhang zwischen Migration und Gewalt thematisiert werden.
Der zweite Antrag zielt darauf ab, den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor religiösem Zwang, Mobbing und gruppendynamischen Druck zu stärken (21/4941). Die Abgeordneten fordern bundeseinheitliche Leitlinien für öffentliche Einrichtungen, um diesen eine rechtssichere Handlungsgrundlage zu bieten. Ein Fokus liegt darauf, betroffene Kinder und Jugendliche frühzeitig zu schützen und Lehrkräften die Möglichkeit zu geben, angemessen zu intervenieren.
Die Anträge sollen nach einer etwa 60-minütigen Aussprache an die zuständigen Ausschüsse zur weiteren Beratung überwiesen werden.