Köln – Am Sonntagabend, den 11. Oktober, wurde ein 14-Jähriger aus Köln bei einem Stromunfall im Bereich des Bahnhofs Köln Süd verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 20:50 Uhr, als Reisende in einem RE5 zwei Lichtblitze sowie Hilferufe wahrnahmen. Daraufhin zogen sie die Notbremse und der Zug kam kurz vor dem Bahnhof auf freier Strecke zum Stillstand.
Der Triebfahrzeugführer entdeckte den Jugendlichen, der zwischen zwei Wageneinheiten lag und schwerste Verbrennungen erlitten hatte. Sofort wurden die Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Nach der Abschaltung der Oberleitung und der Erdung wurde der Junge notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus nach Merheim gebracht, wo er sich weiterhin in intensiver Behandlung befindet.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich rund 600 Reisende im Zug. Drei von diesen klagten über gesundheitliche Beeinträchtigungen und erhielten vor Ort Hilfe von Rettungskräften. Der Zug wurde anschließend bis zum Bahnhof Köln Süd gebracht, wo die Reisenden in einen Ersatzzug umsteigen konnten.
Die Bahnstrecke blieb aufgrund des Unfalls für etwa drei Stunden gesperrt, was zu Verspätungen von insgesamt 2.775 Minuten bei 38 Zügen führte. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Unfallursache aufgenommen.