Aachen – Im Rahmen intensiver Kontrollen im Grenzgebiet hat die Bundespolizei Aachen am vergangenen Wochenende mehrere Fahndungserfolge erzielt. Unter den Festgenommenen befand sich ein international gesuchter Straftäter.
Die Festnahme des türkischen Staatsangehörigen erfolgte auf der Bundesautobahn 44 am Rastplatz Königsberg. Dieser hatte sich als Beifahrer eines aus Belgien kommenden Fahrzeugs ausgewiesen, konnte jedoch lediglich französische Asylpapiere vorlegen. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Türkei wegen des Verdachts des versuchten Mordes vorlag. Der Verdächtige wurde in Gewahrsam genommen und soll einem Richter am Amtsgericht Aachen vorgeführt werden. Die Generalstaatsanwaltschaft Köln hat das Verfahren zur Entscheidung über die Auslieferung an die türkischen Behörden an das zuständige Gericht übergeben.
Am Freitagabend kontrollierten die Beamten außerdem einen 26-jährigen Staatsangehörigen aus Bosnien-Herzegowina am Aachener Hauptbahnhof. Auch bei ihm wurde ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Memmingen wegen Betrugs entdeckt, woraufhin er ebenfalls festgenommen und der Justiz zur Haftvorführung überstellt wurde.
Ein weiterer Festgenommener war ein bulgarischer Staatsangehöriger, der auf der Bundesautobahn 4 als Fahrzeugführer angehalten wurde. Hierbei ergaben sich zwei Haftbefehle der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach aufgrund des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Mann konnte eine Geldstrafe von 1.050 Euro zahlen, musste allerdings dennoch eine Restfreiheitsstrafe von vier Monaten antreten und wurde in die Justizvollzugsanstalt Aachen verbracht.
In der Nacht zu Samstag wurde zudem ein 36-jähriger deutscher Staatsangehöriger am Aachener Hauptbahnhof festgenommen. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Aachen wegen Erschleichens von Leistungen vor. Da er die fällige Geldstrafe von 510 Euro nicht begleichen konnte, wurde auch er in die Justizvollzugsanstalt Aachen gebracht, um eine Ersatzfreiheitsstrafe von 51 Tagen zu verbüßen.