Am Donnerstagnachmittag, dem 30. Juli 2026, führte die Bundespolizei am ehemaligen Grenzübergang in Wyler Kontrollen durch. Dabei wurde ein 27-jähriger Pole, der mit einem in den Niederlanden zugelassenen Fahrzeug die Grenze überquerte, festgenommen. Eine Überprüfung ergab, dass gegen ihn ein internationaler Haftbefehl der polnischen Behörden wegen Entführung, Freiheitsberaubung und Geiselnahme vorlag. Der Mann wurde zur Bundespolizeiinspektion Kleve gebracht, wo er am folgenden Tag dem Haftrichter vorgeführt werden soll.
Zusätzlich wurde ein 57-jähriger Niederländer festgenommen, der als Fahrgast in einem grenzüberschreitenden Linienbus auf der Bundesstraße 9 in Kranenburg ins Bundesgebiet einreiste. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kleve wegen Trunkenheit im Verkehr vor. Da er die geforderte Geldstrafe von 1.200 Euro nicht bezahlen konnte, wurde er in das Gefängnis Kleve verbracht.
Des Weiteren informierte die Deutsche Bahn die Bundespolizei darüber, dass sich im Intercityexpress 121 auf der Fahrt von Arnheim nach Frankfurt am Main drei Personen in der Zugtoilette eingeschlossen hatten. Bei einem Halt am Bahnhof Emmerich wurden die Reisenden, darunter zwei Syrer mit gültigen Aufenthaltsgestattungen und eine 14-jährige Polin, von der Bundespolizei angetroffen. Die Ermittlungen der Bundespolizei führten zur Einleitung eines Strafverfahrens wegen Erschleichens von Leistungen. Bei den Syrern besteht zudem der Verdacht eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz. Die minderjährige Polin war zuvor als vermisst gemeldet worden und wurde nach den polizeilichen Maßnahmen dem Jugendamt der Stadt Emmerich übergeben.