Im Rahmen der Ermittlungskommission Awari befinden sich vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft, nachdem die Polizei gemeinsam mit Europol zahlreiche Durchsuchungen im Kreis Heinsberg und anderen Regionen durchgeführt hat. Diese Maßnahmen fanden am Mittwoch, den 15. Juli, statt und wurden sowohl von der Staatsanwaltschaft Krefeld als auch von der Polizei Mönchengladbach koordiniert.
Die Durchsuchungen umfassten insgesamt sieben Objekte im Kreis Heinsberg sowie mehrere Wohnungen und Lagerräume in Mönchengladbach und im Kreis Viersen. Des Weiteren wurden auch drei Adressen in den Niederlanden untersucht. Gegen neun Personen besteht der Verdacht des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen.
Drei der Verdächtigen waren bereits vorab durch die Staatsanwaltschaft Krefeld mit Haftbefehlen gesucht worden und befinden sich nun in U-Haft. Zwei weitere Männer wurden nach einer ersten Prüfung der Haftgründe entlassen, während ein Dritter am folgenden Tag einem Haftrichter vorgeführt wurde, der ebenfalls Untersuchungshaft anordnete.
Den Verdächtigen wird vorgeworfen, in angemieteten Hallenkomplexen Labore zur Produktion von Amphetaminen betrieben zu haben. Zudem steht die illegale Entsorgung von giftigen Produktionsabfällen im Fokus der Ermittlungen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem mehrere Schusswaffen sowie eine erhebliche Menge Bargeld und Drogen sicher.
Zusätzlich nahm auch die polnische Polizei an den Einsätzen teil, da die Herkunft der benötigten Grundstoffe für die illegale Produktion untersucht wird. Die Kriminalpolizei Mönchengladbach sicherte umfassende Beweismittel an den Einsätzen und überprüfte die Objekte auf potenziell austretende Gase mithilfe spezialisierter Einheiten.