Flucht eines 28-Jährigen endet in Kleingartenanlage

Redaktion Blaulicht Rheinland

Aachen – Am Samstagmittag wurde ein 28-jähriger Mann bei einer Grenzkontrolle in einem Fernreisezug aus Belgien festgestellt, konnte jedoch während der Kontrolle fliehen. Der marokkanische Staatsangehörige wies sich nur mit einem Foto eines französischen Aufenthaltstitels aus, das einem anderen Personen zugeordnet werden konnte.

Die Bundespolizei veranlasste daraufhin einen außerplanmäßigen Halt am Hauptbahnhof Eschweiler. Noch auf dem Bahnsteig entkam der Mann über die Gleise in Richtung Güterbereich. Im Anschluss leitete die Bundespolizei eine umfangreiche Fahndung ein.

Kurze Zeit später konnte der Flüchtige auf dem Gelände einer Kleingartenanlage entdeckt werden. Er hatte sich unter einer Terrasse versteckt und konnte dazu bewegt werden, aktiv aus seinem Versteck zu kommen. Der Mann wurde daraufhin zur Dienststelle verbracht.

Die weitere Ermittlung zeigte, dass der 28-Jährige zuvor am Aachener Hauptbahnhof zugestiegen war. Sein Asylantrag in Deutschland war bereits unanfechtbar abgelehnt worden, und ihm drohte eine Abschiebung. Zudem war die Schweiz als zuständiger Dublin-Staat bestimmt worden. Sein Aufenthalt war auch den italienischen und niederländischen Behörden bekannt, die weitere Maßnahmen angeordnet hatten.

Jetzt ermittelt die Bundespolizei unter anderem wegen unerlaubten Aufenthalts, Missbrauchs von Ausweispapieren und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen den Mann. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurde er am Folgetag dem zuständigen Ausländeramt übergeben, um aufenthaltsbeendende Maßnahmen einzuleiten.



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