Grevenbroich – Am Dienstagabend brach im Industriegebiet Ost ein Großbrand aus, der einen Autoteilehandel an der Nikolaus-Otto-Straße vollständig zerstörte. Die Feuerwehr konnte durch einen intensiven Löschangriff das Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Schrottplatz und benachbarte Gebäude verhindern.
Der Brand, der gegen 18:30 Uhr seinen Anfang nahm, führte zu einer leichten Verletzung eines Mitarbeiters aufgrund von Rauchgasen. Ein Krankenhausaufenthalt war jedoch nicht notwendig. Gegen 21:30 Uhr gab der Einsatzleiter, Brandoberinspektor Simon Wolter, bekannt, dass das Feuer unter Kontrolle war und die Ausbreitungsgefahr gebannt sei. Die Löscharbeiten zogen sich jedoch bis in die späten Abendstunden, da im Gebäude weiterhin Brandnester vorhanden waren.
Aufgrund der Gefahr eines Einsturzes konnten die Feuerwehrkräfte nicht direkt zu diesen Brandherden vordringen. Deshalb holten sie Unterstützung vom Technischen Hilfswerk, das begann, die Wände des Gebäudes an bestimmten Stellen zu öffnen, um von außen auf die verbleibenden Brandnester zugreifen zu können.
Besonders anfänglich stellte die Vielzahl an Gasflaschen im Gebäude ein Risiko dar. Die Wehrleute kühlten die Flaschen oder brachten sie in Sicherheit, um Explosionen zu verhindern. Trotz der umfangreichen Sperrmaßnahmen und der starken Rauchentwicklung wurden keine Verletzungen unter den Einsatzkräften gemeldet.
Zur Warnung der Anwohner informierte die Feuerwehr über die Gefahren-App NINA die Bevölkerung von Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen über die Rauchentwicklung. Auch die Bahnstrecke zwischen Grevenbroich und Rommerskirchen wurde für mehrere Stunden gesperrt. Luftmessungen durch Spezialkräfte ergaben glücklicherweise keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffe.
Insgesamt waren rund 150 haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr Grevenbroich über einen längeren Zeitraum im Einsatz. Unterstützung bekamen sie auch von Feuerwehren aus Jüchen und Dormagen.
Details zur Schadenshöhe und zur Brandursache sind bislang nicht bekannt. Eine abschließende Mitteilung über den Einsatz ist für den Freitag angekündigt.