Oberhausen – Aktuelle Warnungen des Deutschen Wetterdienstes vor extremer Hitze betreffen die Region Oberhausen, wo Temperaturen von etwa 39 °C erreicht werden. Diese extremen Bedingungen haben zu einem signifikant gestiegenen Einsatzaufkommen für den Rettungsdienst geführt.
Normalerweise verzeichnet die Feuerwehr Oberhausen rund 25 Einsätze pro Wachgebiet innerhalb von 24 Stunden. Bereits um 19:00 Uhr, also nach nur zwölf Stunden, wurden im Wachgebiet 1 bereits 32 Einsätze und im Wachgebiet 2 26 Einsätze registriert. Dies verdeutlicht die außergewöhnliche Arbeitsbelastung für die Einsatzkräfte.
Um angemessen auf die Situation zu reagieren, wurde die Freiwillige Feuerwehr zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr hinzugezogen. An den Wachen 1 und 2 sind nun Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug im Einsatz. Dies dient der Entlastung der Berufsfeuerwehr und ermöglicht eine flexiblere Reaktion auf mögliche Personalengpässe, insbesondere im Rettungsdienst.
Bereits im Verlauf des Tages waren die Freiwilligen Kräfte in zwei Einsätze eingebunden. Um 15:06 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand an der Antoniestraße gerufen. Dort entzündete sich eine etwa 35 Quadratmeter große Gartenhütte, was durch die trockenen und teilweise windigen Bedingungen zu einer raschen Ausbreitung auf benachbarte Gebäude führte. Während der Löscharbeiten waren Explosionen, möglicherweise durch Propangasflaschen, wahrzunehmen. An beiden Feuerwachen war die schwarze Rauchentwicklung bereits bei der Anfahrt zu sehen.
Zur Bekämpfung des Brandes setzten die Einsatzkräfte insgesamt vier C-Rohre ein. Trotz geeigneter Schutzausrüstung stellte die Hitze eine erhebliche Belastung dar, was dazu führte, dass drei Einsatzkräfte aufgrund von Erschöpfung kurzzeitig pausieren mussten. Nach einer kurzen Erholung kehrten sie jedoch wieder zu ihren Aufgaben zurück.
Die Feuerwehr dankte den Anwohnerinnen und Anwohnern, die die Einsatzkräfte während des Einsatzes mit Getränken und Eis unterstützten. Um alle Brandstellen zu überprüfen, war es erforderlich, auch angrenzende Gärten zu betreten. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurden die Brandgegenstände mit Wärmebildkameras auf Glutnester kontrolliert und anschließend mit Löschschaum abgedeckt.
Verletzte gab es bei dem Brand nicht. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Kriminalpolizei geführt. Noch während der Arbeiten an der Antoniestraße erhielt die Feuerwehr einen weiteren Alarm durch eine ausgelöste Brandmeldeanlage im Oberhausener Süden. Wegen der gebundenen Kräfte wurden zwei Löschfahrzeuge aus Mülheim an der Ruhr angefordert, jedoch stellte sich der Alarm vor Ort als Fehlalarm heraus.
Die Feuerwehr Oberhausen spricht ihren Dank an die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus, die kurzfristig Unterstützung geleistet haben. Gerade während dieser Hitzewelle zeigt sich der Wert der Zusammenarbeit zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. Angesichts der hohen Temperaturen weist die Feuerwehr auf die erhöhte Brandgefahr hin und appelliert an die Bürger, vorsichtig mit offenen Feuern umzugehen und sich ausreichend vor der Hitze zu schützen.