Köln: Ermittlungen zum Mord an Muhittin Güney nach 30 Jahren wieder aufgenommen

Blaulicht Rheinland

Köln – 30 Jahre nach dem Mord an Muhittin Güney haben die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln die Ermittlungen in diesem Cold Case neu aufgenommen. Um mögliche Zeugen zu erreichen, wurden Fahndungsplakate veröffentlicht.

Die neue Leiterin der EG Cold Cases, Kriminalhauptkommissarin Melanie Düppen, hat gemeinsam mit ihrem Team die damals gesicherten Spuren erneut analysiert und dabei neue Ansätze für die Ermittlungen gewonnen. Mit der Veröffentlichung der Fahndungsplakate erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise aus der Bevölkerung.

Zur Tat: Am Morgen des 29. Mai 1996 wurde die Leiche des 31-Jährigen in einem Waldweg an der Straße „Alter Deutzer Postweg“ in Köln-Ostheim gefunden. Eine Obduktion stellte fest, dass Güney mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet wurde. Nach den Ermittlungen wurde die Leiche zudem mit Benzin übergossen und in Brand gesetzt. Der dunkelgraue Mercedes des Mannes wurde in der Nähe entdeckt. Güney betrieb zu dieser Zeit den Kiosk „MUFTI’s TREFF“ in Rösrath und ein Sonnenstudio in Köln-Vingst und hatte Kontakte in die Umgebung von Köln.

Die Hintergründe des Mordes sind bis heute ungeklärt, und die Täter konnten bislang nicht identifiziert werden. Die Ermittler bitten Personen, die in der Nacht zum 29. Mai 1996 im Bereich des „Alter Deutzer Postweg“ verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder über Informationen verfügen, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, sich zu melden. Für Informationen, die zur Ergreifung der Täter führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise können unter der Telefonnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de übermittelt werden.


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