Kölner Polizei vollstreckt Haftbefehl nach räuberischer Erpressung und anderen Delikten

Blaulicht Rheinland

Die Staatsanwaltschaft Köln und die Polizei Köln haben einen Haftbefehl gegen einen 30-jährigen Mann vollstreckt, der mutmaßlich Verbindungen zum Rockermilieu hat. Dies geschah am 30. April 2025, nach Schüssen auf ein Mehrfamilienhaus in Köln-Höhenhaus im März 2025.

Bei der Festnahme durchsuchten die Ermittler zwei Wohnungen, die dem Festgenommenen zugeordnet werden, sowie die Wohnung eines 24-jährigen mutmaßlichen Komplizen. Der 30-Jährige wird verdächtigt, sich der besonders schweren räuberischen Erpressung, gefährlicher Körperverletzung sowie versuchter Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion schuldig gemacht zu haben. Zudem wird ihm ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen.

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen hat der Beschuldigte im vergangenen Jahr einen bislang unbekannten Mittäter beauftragt, einen Mann massiv einzuschüchtern, um von ihm eine sechsstellige Geldsumme zu erpressen. Der mutmaßliche Mittäter soll am 7. und 9. März 2025 mit einer Pistole mehrfach auf die Fassade des Mehrfamilienhauses in Höhenhaus geschossen haben.

Des Weiteren wird dem 30-Jährigen zur Last gelegt, am 9. März eine Handgranate mit gezogenem Splint vor dem Gebäude platziert zu haben, die aufgrund eines Defekts jedoch nicht detonierte. Außerdem sollen der Festgenommene und sein 24-jähriger Komplize am 20. April 2025 ein weiteres Opfer in einer Shisha-Bar mit Gewalt genötigt haben, ebenfalls um eine sechsstellige Summe zu erpressen.

Während der Durchsuchungen wurden mehrere Mobiltelefone sichergestellt, Waffen wurden nicht gefunden. Bei den Einsätzen gab es keine Verletzten. Die Ermittlungen, insbesondere zur Identität des flüchtigen Schützen, dauern an.


Nach oben scrollen