Düsseldorf, Oberbilk – In der Nacht zum 10. Juli 2026 kam es nach dem verlorenen Viertelfinalspiel zwischen Frankreich und Marokko zu Auseinandersetzungen. Die zunächst entspannte Stimmung unter den etwa 1.500 Anhängern der marokkanischen Mannschaft war gegen 0.45 Uhr in ein aggressives Verhalten umgeschlagen.
Vermummte Personen zündeten Pyrotechnik und warfen Böller sowie Glasflaschen in die Menschenmenge. Auch selbstgebaute Brandsätze wurden gegen Polizeibeamte eingesetzt. Weiterhin wurden Verkehrsschilder abgerissen und Mülltonnen umgeworfen. Um eine Eskalation zu verhindern, räumte die Polizei die Ellerstraße.
Zwei Personen, ein 15-jähriger Marokkaner aus Viersen und ein 20-jähriger Deutscher aus Wesseling, wurden in Gewahrsam genommen. Der jüngere Täter hatte einen Einkaufswagen eingesetzt, während der ältere eine Flasche gegen die Beamten warf.
Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurde ein 27-jähriger Polizist zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert, zwei weitere Polizeibeamte erlitten leichte Verletzungen. Die Polizei fertigte diverse Strafanzeigen, darunter wegen tätlichen Angriffs, Landfriedensbruch und gefährlicher Körperverletzung. Ein umfangreiches Videomaterial wird derzeit ausgewertet.