Am Abend des 18. Mai gerieten zwei Autofahrer auf der Autobahn A2 in Richtung Oberhausen in eine gefährliche Auseinandersetzung. Ein 50-jähriger Dortmunder und sein 19-jähriger Sohn beabsichtigten, ein anderes Fahrzeug über den linken Fahrstreifen zu überholen, als ein 19-Jähriger aus Essen mit einem weißen VW T-Roc auf sie auflitt und agressiv auf das Auto des Dortmunders aufmerksam machte. Der Essener betätigte Lichthupe und Hupe und gestikulierte wild.
Der junge Mann setzte sich dann vor das Auto der Dortmunder und bremste abrupt ab, bevor er auf einen nahegelegenen Rastplatz abbog. Nachdem die Situation zunächst scheinbar entschärft war, verfolgte der 19-Jährige das andere Fahrzeug jedoch erneut. Bei erneutem Zusammentreffen der beiden Autos soll er dem Dortmunder eine schwarze Waffe vorgehalten haben, während er durch das geöffnete Beifahrerfenster zielte.
Der Geschädigte alarmierte daraufhin die Polizei. Mit Unterstützung musste der 19-Jährige schließlich auf einem Parkplatz an der Anschlussstelle Dortmund-Derne angehalten und kontrolliert werden. Die Beamten fanden im Fahrzeug eine schwarze Schreckschusswaffe sowie passende Munition. Zudem entdeckten sie ein verbotenes Einhandmesser im Seitenfach der Fahrertür.
Die entsprechenden Gegenstände wurden von den Beamten sichergestellt und eine Gefährderansprache durchgeführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte der 19-Jährige seine Fahrt fortsetzen. Ob es zu einer tatsächlichen Bedrohung des Dortmunders gekommen ist, wird nun im Rahmen der Ermittlungen geklärt.
Gegen den Beschuldigten werden mehrere Verfahren eingeleitet, unter anderem wegen Nötigung im Straßenverkehr und Verstößen gegen das Waffengesetz. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde wurde über den Vorfall informiert, ebenso wird geprüft, ob eine Aufnahme in das Messertrageverbotskonzept erfolgt.